Die Trauer hat viele Farben

Die Trauer hat viele Farben 

Sie ist kunterbunt, und wenn man sie einmal aus einer anderen Perspektive betrachtet, kann sie auch zu einem kleinen Schatz werden. Vermutlich denken jetzt einige „Die spinnt!“, „Was schreibt die da für einen Blödsinn?“ oder „Was soll jetzt der Mist, bitte?“ aber bevor ihr aufhört zu lesen, bitte ich Euch meine Gedanken dazu noch zu Ende zu lesen. Vielleicht entdeckt Ihr ein paar Gedanken, die doch nicht ganz abwegig sind. Vielleicht kann es für den Ein oder Anderen eine kleine Hoffnung sein, dass nach diesen anfänglichen akuten Schmerz, sich etwas verändern kann.

Man kann also versuchen die Trauer weg zu schicken und zu ignorieren, aber dann kommt sie in anderer Form wieder, macht uns vielleicht sogar krank. Die Trauer gehört nun mal zu uns und ist Teil jeden Lebens.

Was wäre wenn wir sie für einen Moment nur, Willkommen heissen würden. Dann nämlich kommt sie in ganz vielen verschiedenen Gefühlen daher, und das ist nur möglich, weil wir uns erinnern. Sie verbindet uns Menschen miteinander wenn gemeinsam erinnert wird. Die Erinnerungen halten unsere Beziehung zu unseren geliebten Menschen lebendig. Was macht es mit uns, wenn dann sogar gemeinsam gelacht werden kann? In diesem Moment ist unser geliebter Mensch ganz nah! Und ganz automatisch fallen uns mehr und mehr Erinnerungen ein. Wie besonders und schön ist dieser Moment! Das sind unsere Lichtblicke in so trüben Tagen und da werden unsere Gefühle auch für einen Moment wieder bunter.

Nur wenn wir geliebt haben, können wir auch trauern!

Und wenn ich Euch jetzt schon die ganze Zeit von kunterbunten Farben und Gefühlen etwas erzähle, dann möchte ich jetzt auch noch liebend gern darüber berichten, wie Du diese Farbigkeit noch ausdrücken kannst. Ich weiss um die heilende Wirkung des Malens aus eigener Erfahrung und sehe es täglich in meiner Arbeit.

Das Malen und Gestalten kann inmitten der Trauer entlasten, auffangen und trösten.

Beim Malen kannst Du entspannen oder das zum Ausdruck bringen, wofür es einfach keine Worte gibt. Ganz spontan ohne auf irgendwelches Wissen zurückgreifen zu müssen. Du findest Deinen Ausdruck ganz automatisch über Farbe, Form und Symbol, einfach nur, weil Du Dich traust! Das Bild das dabei entsteht ist Dein Sprachrohr der Seele.

Es geht um DEIN Empfinden, DEINE Wahrnehmung, DEINE Gefühle die so kunterbunt sind wie die Farbpalette in Deinem Malkasten. Manchmal ist es schwer zu fassen und manchmal ganz klar und kräftig. Über das Malen kannst Du ihnen einen Ausdruck geben. Das tolle ist, es gibt kein „Falsch“! Und keiner beurteilt oder bewertet das was entstanden ist. Es geht nicht darum zu gefallen und nicht darum Meisterwerke zu kreieren. Es geht einfach und allein um den jetzigen Moment!

Probiere es doch JETZT einfach einmal aus! Trau Dich!

Das brauchst Du dazu:

  • Papier A4
  • Stifte, Kreiden oder Wasserfarben
  • Evtl. eine Unterlage (eine alte Zeitung sollte ausreichen)
  • bei Wasserfarben benötigst Du noch Pinsel und ein Wasserglas, evtl. ein Küchenrollenpapier zum Pinsel sauber machen

Und so gehts:

Wähle Dir drei oder vier Farben die Du gerne hast und die Dir gut tun, vielleicht Deine Lieblingsfarben. Lege sie Dir vor Dich hin, die anderen Farben kannst Du auf die Seite stellen.

Und dann kommt etwas ganz verrücktes – male den ersten Strich. Irgendwohin. Der erste Strich ist immer der schwierigste, wenn der mal auf dem Blatt ist, dann ist das Blatt nicht mehr nur weiss. Nach dem ersten Strich folgt auch gleich ein Zweiter und Dritter. Folge Deinem Gefühl, Deiner Intuition. Was fällt Dir noch ein? Welche Farben sollen noch mit auf`s Bild? Welche Farben tun Dir gut? Welcher Bewegung möchtest Du nachgehen? Gleichmässiges schwingen, kräftige kurze Punkte, zick-zack-Bewegungen, kreisend…..?

Es muss nichts aber alles kann entstehen, vielleicht reicht es Dir einfach mit den Farben zu experimentieren. Oder Du hast das Gefühl ein Muster oder Mandala würden Dir gut tun? Male und gestalte wie Dir gerade danach ist.

Wenn Du fertig bist frage Dich doch:

Wie ging es mir beim Malen? Woran habe ich gedacht? Konnte ich etwas entspannen? War ich ganz beim Malen oder sind meine Gedanken umhergesaust?

Deine Erfahrungen würden mich interessieren. Schreibe mir doch gerne eine Nachricht hier in den Kommentaren oder teile Deine Erfahrung in meiner Facebook-Gruppe.

Ich freue mich auf Dich!

Alles Liebe

Deine Katharina

2 Comments

  • Johannes Barth

    Reply Reply 9. Juli 2017

    Die Trauer hat viele Farben und viele Gesichter. Und sie gehört zum Leben und in den Alltag eines jeden Menschen. Irgendwann trauern wir alle und müssen den Verlust von Eltern, Geschwistern, Freunden…, schmerzlich durchleben und verarbeiten. Danke für deine Hilfestellung und unsere Freundschaft.

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