Warum es wichtig ist sich zu erden

Was bedeutet es verwurzelt zu sein? 

Es bedeutet in etwa das Gleiche was es auch für einen Baum bedeutet. Durch eine gute Verwurzelung bekommt der Baum einen sicheren Stand, ist stabil, und hat Halt.

Wenn wir geerdet sind, dann spüren wir unseren Boden unter den Füssen. Wir haben einen guten Bodenkontakt wir sind präsent im Hier und Jetzt und nehmen uns im Moment wahr. Wir fühlen uns stabiler und sind verbunden mit den Elementen welche uns nähren und kräftigen. Das Erden hilft uns auch klarer zu sehen, wir “schweben” nicht mehr in so vielen Gedanken und können das Gedankenkarusell einmal unterbrechen.

Sind wir gut mit der Erde verbunden, ist unser Vertrauen in uns selbst grösser und wir können besser mit Druck und Stress umgehen.

Dieses Vertrauen bekommen wir ganz früh in unserer Kindheit von unseren Eltern vermittelt. Wenn das nicht der Fall ist, können wir es später als Erwachsener nachholen.

Wann verlieren wir den Bodenkontakt? 

Sind wir nicht mehr verwurzelt, verlieren wir den Boden unter unseren Füssen, geraten wir in ein Ungleichgewicht und können krank werden. Wir haben das Gefühl als stünden wir neben uns oder wir sind wie von einem Nebel umgeben. Alles läuft wie in einem Film ab, alles scheint surreal zu sein.

Das geschieht, wenn traumatische Ereignisse passieren. Wenn wir uns ohnmächtig und hilflos fühlen, wenn der Halt und die Sicherheit nicht mehr vorhanden sind und unsere Stabilität auf einmal wegfällt. Dazu gehört auch, wenn jemand den wir lieben stirbt, wenn der Partner sich trennt, ein Unfall passiert, wir die Arbeit verlieren oder etwas anderes schlimmes passiert.

Was kann ich nun tun um wieder meinen Boden unter meinen Füssen zu spüren? 

11 Möglichkeiten

Bei all den Vorschlägen, die ich dir nun aufzähle gilt, die Übungen achtsam und in Ruhe zu machen! Nimm dir dafür wirklich Zeit, es wird dir gut tun! Wie du sehen wirst, gibt es auch einige kreative Möglichkeiten sich immer wieder zu erden.

  • Gehe so viel barfuss wie möglich! Zuhause, draussen, wann immer es möglich ist. Freu dich auf den Frühling und Sommer. Zieh deine Schuhe einfach aus und nehme den Boden unter dir bewusst wahr. Laufe über die Wiese, springe, hüpfe, renne und spüre immer wieder bewusst in deine Füsse, so dass du den Kontakt zum Boden gut spürst
  • Gehe spazieren oder wandern. Draussen in der Natur sind wir ganz besonders gut mit dem Boden in Kontakt.
  • Kennst du die Körperhaltung  (asana) „Der Baum“ aus dem Yoga? Yogaübungen verbinden uns ebenfalls sehr gut mit der Erde. Aber auch andere Körperübungen wie aus dem Chi Gong oder Thai Chi.
  • Meditiere oder mache eine Imagination. Gehe mit deinen Gedanken zu deinen Füssen und lasse dort feine Wurzeln in die Erde wachsen. Lass sie immer länger werden. Verwurzel dich immer mehr mit der Erde und spüre die Stabilität und den Halt in dir. Und dann spüre einmal nach was du an Nahrung und Energie im Moment brauchst. Mutter Erde wird sie dir geben, du darfst sie aufnehmen und in deinem Körper verteilen.

 

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  • Wir können uns auch über den Geruchsinn mit dem Boden verbinden, also wenn wir Düfte oder Räucherungen einsetzen. Gerüche wie z.B. Sandelholz, Ylang Ylang, Zypresse, Lavendel oder Räucherungen mit Harzen (Fichtenharz z.B.) können dabei unterstützen.
  • Beobachte deinen Atem. Nimm ihn bewusst wahr. Lege deine Hände auf den Bauch und deine Brust und spüre in deine Hände wie sich beides hebt und senkt, während du atmest. Versuche nicht den Atem zu beeinflussen, sonst kann es schnell passieren, dass dir schwindelig wird. Beobachte ihn einfach nur.
  • Nimm doch mal wieder ein Fussbad und anschliessend
  • Massiere deine Füsse! Schnapp dir eine Fusscreme oder eine Creme die du gerne riechst, setz dich bequem auf deine Couch und beginne deine Füsse einzucremen und zu massieren. Nimm dir Zeit für die einzelnen Zehen, den Fussballen, Fussrücken und die Ferse. Das freut deine Füsse aber auch deinen Körper und deine Seele – du nimmst dir Zeit für dich! Das kann man auch super vor dem einschlafen machen.
  • Hast du einen Garten oder Balkon? Dann arbeite doch etwas im Garten, topfe um, pflanze neu, jähte, geniesse die Arbeit mit den Händen in der Erde!
  • Auch das arbeiten mit Ton verbindet dich wieder mit dem Boden, und du kannst auch gleich noch deine Kreativität ausleben. Nimm ein Stück Ton in deine Hände. Spüre nach ob du genug Ton genommen hast und nimm ihn wahr. Rieche einmal daran, spüre in deine Hände wie sich der Ton anfühlt, welche Temperatur hat er. Mit all deinen Sinnen kannst du dich vertraut machen. Anschliessend kannst du eine Tonkugel formen. Lass dir viel Zeit damit. Drücke und streiche über den Ton bis er ganz glatt ist. Pflege deine Tonkugel. Wenn du genug hast kannst du die Tonkugel so lassen, sie wieder zurück zu den anderen Ton geben oder ihn trocknen lassen (brennen geht nur, wenn die Kugel ausgehöhlt wurde und du ein kleines Löchlein hinterlässt. Sonst ist die Gefahr, dass die Kugel beim Brennen platzt zu gross). Die andere Möglichkeit ist, mit geschlossenen Augen die Hände einfach machen zu lassen. Lass dich überraschen, was dabei entsteht.
  • Du kannst auch einen Fussabdruck auf Papier machen oder deine Füsse umranden und anschliessend den Innenraum und die Umgebung weiter ausgestalten. Dafür brauchst du nur Papier und Farbe.

Probiere doch einfach aus, was dir gut tut. Oft braucht es nicht viel dafür.  Lass mich gerne wissen, was dir gut getan hat!

Alles Liebe für dich

Deine Katharina

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